Unterrichtsfächer

Atemschulung und Stimmbildung

  • Erlernen der Flanken- und Bauchatmung
  • Locker strömender Atem
  • Bewusst gelenkter Atem
  • Atem als Träger des Vokals
  • Atem als Ausdrucksmittel
  • Vitaläußerungen (Lachen, Weinen, Seufzen, Stöhnen, Gähnen, etc.)
  • Vokalansätze
  • Resonanzübungen (Kopf - Brust - Subdominal)
  • Vergrößerung der Stimme durch Verstärken der Atemsäule
  • Registerwechsel
  • Entwicklung der Modulationsfähigkeit
  • Fußreflexzonenmassage
  • Spannungsregulierung
  • Balance-Übungen

Körper und Sprache

KlangKörperStimme

Seminarort: wechselnde Seminarorte

Improvisation

(hauptsächlich im ersten Ausbildungsjahr, da dort noch keine Arbeit an Rollenfiguren stattfindet)

  • Sitzen, Gehen, Stehen in verschiedenen Zuständen
  • Frage nach dem Motiv
  • Physische Handlungen
  • Innerer Monolog
  • Bewusstmachen des chronologischen Vorgangs beim Ausdruck (Gefühl - Gedanke - Bild - Atem - Geste - Wort)
  • Schulung der Vorstellungskraft (Assoziation)
  • Schaffung des Aufmerksamkeitskreises (Requisit als Partner)
  • Dramatische Spannung
  • Innerer Vorgang in Handlung umgesetzt
  • Dramaturgischer Ablauf einer Szene
  • Reagieren auf gegebene Situation in verschiedenen Verhaltensweisen
  • Milieustudien (Umwelteinfluss)
  • Ergänzende Arbeiten: Wahrnehmungsübungen, Sensibilisierungstraining, Emotionales Gedächtnis, Autogenes Training

Rolle und Ensemble

Ab dem 2. Semester erarbeitet jeder Schüler drei bis vier Rollen pro Semester bei verschiedenen Lehrern. Der Rollenunterricht findet immer in der Gruppe, das heißt in der Klasse statt. Normalerweise beschäftigt sich jeder Lehrer gemeinsam mit der Klasse jedes Semester mit einem bestimmten Autor oder einer Autorengruppe einer bestimmten Zeit oder einer bestimmten Strömung. Erarbeitet werden einzelne Szenen oder auch ein ganzes Stück.

Schulintern werden diese Semesterarbeiten dann am Ende des Semesters allen anderen Schülern und Lehrern gezeigt.

Im 6. Semester werden im Rollenunterricht Solorollen für das ZAV-Vorsprechen und die Vorsprechen an den Theatern erarbeitet.

Im 1. Semester findet noch kein spezifischer Rollenunterricht statt. Die Schüler arbeiten in der Gruppe mit den Rollenlehrern an den verschiedensten Themen und Übungen.

Die Fächer Rolle und Ensemble umfassen folgende Aufgaben:

  • Erarbeiten von sieben Rollen: 2 Klassiker Vers, 2 Klassiker Prosa, 3 Moderne (selten solistische Szenen, fast immer Partnerarbeit)
  • Erarbeiten von weiteren vier bis fünf Rollen, die nicht unmittelbar in das jeweilige „Fachgebiet“ fallen, zur Erweiterung der schauspielerischen Ausdrucksmöglichkeiten
  • Partner- und Ensembleszenen, die sich aus der Wahl der oben genannten Rollen ergeben
  • Theorie als Aufgabe für den Schüler
    • Biographie der Rolle
    • Strichvorschläge
    • Arrangieren der Szene
    • Skizze zum Bühnenbild
    • Vorstellung vom jeweiligen Kostüm
    • Dramaturgische Grundarbeiten
  • Schminkunterricht
  • Prüfungsvorbereitung/Engagementsuche/Bewerbung
  • Einrichten von Szenen aus den erarbeiteten Rollen für Vorsprechen zum Zweck der Engagementsuche
  • Bühnen- und Vertragsrecht

Literatur- und Theatergeschichte

1. Literaturgeschichtliche Themen

  • das deutsche klassische Drama
  • Frankreichs große Dramatiker
  • das deutsche Schauspiel der Aufklärungszeit
  • Sturm und Drang
  • vom revolutionären Dramatiker zur Romantik
  • Drama im 19. Jahrhundert
  • Impressionismus und Naturalismus
  • die Expressionisten
  • das heutige Drama

2. Theatergeschichtliche Themen

  • aus den Anfängen des Berufsschauspielers
  • das Nationaltheater
  • Entwicklung des Regietheaters

3. Themen, die beide Gebiete umfassen

  • Antikes Theater und Drama
  • die griechisch-römische Komödie
  • Mysterienspiele des Mittelalters
  • Drama der Renaissance
  • Comedia dell´Arte
  • Shakespeare und seine Bühne
  • Barockes Theater und Fest

Sprechkunde und Phonetik

  • Erweiterung des Klangvolumens
  • Arbeit am Vokal
  • Beherrschung der Konsonanten (Sprachenergie)
  • Konsonanten und deren Veränderung im Sprachgebrauch
  • Tilgung von Dialektanklängen
  • Geläufigkeitsübungen (Parlando)
  • Rhythmische Betonung
  • Sprechen mit Akzenten
  • Sprachanwendung in der Epik (Prosalesungen)
  • Sprachanwendung in der Lyrik (Arbeit am Gedicht)
  • Sprachanwendung in der Dramatik (Chöre und Balladen)
  • Sprechen im Affekt
  • Tonübernahme von Partnern
  • Erarbeiten von Monologen (Übergang zur Rolle)

Workshops mit Gastdozenten

  • Pantomime
  • Grundlagen der Arbeit vor der Kamera
  • Vorträge über die aktuelle Theatersituation
  • Vertragsrecht
  • Wie bewerbe ich mich
  • Wie bereite ich mich auf ein Casting vor